Wann systemische Therapie?

Systemische Therapie eignet sich für Menschen in Konflikt-, Krisen- und Stresssituationen - grundsätzlich immer dann wenn Sie sich belastet oder überfordert fühlen oder sich auf der Suche nach einer Lösung für ein Problem oder einer neuen Perspektive befinden.

Insbesondere für folgende Symptombereiche ist die Wirksamkeit der systemischen Therapie wissenschaftlich gut belegt: Ängste, Depressionen, Manie, Bipolare Störung, Abhängigkeiten, Schizophrenie und Wahn, und bei der Begleitung somatischer Erkrankungen (Gutachten der wissenschaftlichen Beirates für Psychotherapie).

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ 

--- Albert Einstein

Was heißt systemisch?

Systemisches Denken geht davon aus, dass wir die Realität, in der wir leben, sozial konstruieren. Jeder Mensch nimmt die eigene Umwelt auf unterschiedliche Art und Weise wahr.


Aufgrund unserer Lebenserfahrungen bilden wir Wertvorstellungen und Lebensentwürfe aus, die wiederum unsere Erfahrung beeinflussen. Jeder Mensch konstruiert so eine ganz eigene, sehr subjektive Wirklichkeit.


In der systemische Therapie blicken wir mit ganzheitlichem und unvoreingenommenem Blick auf Personen und deren soziale Beziehungen. So können wir die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Dynamiken beobachten und verändern.

Diese wertschätzende, nicht-beurteilende Grundhaltung und der Fokus auf Ressourcen und Lösungen unterstützen uns in der systemischen Therapie.


Wir erschließen uns so Alternativen und neue Perspektiven, nehmen aber auch Unterschiede bewusst wahr. Indem wir neue Perspektiven einnehmen, verändern wir unsere Einstellungen und damit auch unser Verhalten in den verschiedenen Beziehungen.


Systemisches Denken und Handeln ermöglicht es uns so, nach passenden Lösungen zu suchen und unseren Handlungsspielraum bewusst zu erweitern.


Was passiert in der systemischen Therapie?

In der systemischen Therapie werden wir nach einer ersten Anamnese die Symptome und ihre Auftretensbedingungen und -zusammenhänge erkunden. Symptome sind bisherige Lösungsversuche, die einen Sinn haben und früher erfolgreich waren aber heute als nicht mehr funktional erlebt werden. Wir werden in dieser Erkundung also paradoxerweise auch viele Ressourcen für Ihren weiteren Weg entdecken.


Neue interessante Perspektiven kommen häufig aus dem Erkunden der familiären Gewordenheit und der derzeitigen Beziehungssyteme. Frühere und heutige Konstellationen können neu ein-geordnet werden. Häufig entdecken Patient:innen dabei Fähigkeiten, die sie bisher nicht genug für sich genutzt haben.


Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Den Körper  beziehen wir auf geeignete Weise als Resonanzraum, Erfahrungsspeicher und Wegweiser für neue Lösungen mit ein. Falls angezeigt, werde ich Sie bitten, mit einem Arzt körperliche Einflüsse auf ihre Psyche zu untersuchen.


Eine systemische Therapie ist üblicherweise mit 10 bis 25 Sitzungen kurzzeittherapeutisch angelegt. Die Häufigkeit der Sitzungen  und Dauer der Therapie sind frei wählbar. Eine Einzeltherapiesitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Bei einigen Themen und Übungen wie z.B. bei einer Anteilsarbeit oder Aufstellung kann es von Vorteil sein, mehr Zeit zur Verfügung zu haben.

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